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MEHR POLITISCHE PARTIZIPATION FÜR GEFLÜCHTETE! - Migrafrica
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MEHR POLITISCHE PARTIZIPATION FÜR GEFLÜCHTETE!

Projekt: MultiplikatorenPlus
Mehr politische Partizipation für Geflüchtete!


Mit dem Projekt “Multiplikatoren PLUS” wollen wir junge Migranten, überwiegend ost- und westafrikanischer Herkunft und andere junge Geflüchtete dabei unterstützen sich aktiv an der politischen Bildung in der BRD zu beteiligen.

Um den immensen Informationsbedarf bezüglich der politischen Bildung decken zu können, beabsichtigen wir unter dem Motto “Wir qualifizieren und fördern Vorbilder” in vier Phasen ein möglichst engmaschiges Multiplikatoren-Netzwerk zu organisieren, wodurch die politische Partizipation der Geflüchteten oder ehemals Geflüchteten gewährleistet werden kann.

Dieses Netzwerk soll mit Hilfe erfahrener Mitarbeiter und Expertengruppe aufgebaut werden, die das fachliche Wissen und die nötige Erfahrung besitzen, die ehemaligen Geflüchteten zu Multiplikatoren zu schulen. Die exemplarische Vorstellung von Biografien der erfolgreich integrierten und politisch aktiven afrikanischen Experten ist Bestandteil der Weiterbildung der Multiplikatoren, die eine Vorbildfunktion einnehmen und das Erlernte nach außen tragen werden.

Darüber hinaus ist es von großer Wichtigkeit, die Migranten bei der Entwicklung der Methoden und Konzepte hinsichtlich der politischen Partizipation mit einzubinden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre politische Partizipation selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu gestalten.

Bei dem geplanten Zusammentreffen mit Entscheidungsträgern in Berlin sollen Vorschläge für mögliche Reformen zur Sprache kommen, die die politische Partizipation für Geflüchtete erleichtern und attraktiver machen.

JETZT ANMELDEN FÜR DAS NÄCHSTE MULTIPLIKATOREN+ SEMINAR

Unter dem Motto „Migrantenorganisationen für mehr politische Partizipation stärken“
zeigen wir Euch im dritten Multiplikatoren+ Seminar Möglichkeiten, die ihr nutzen könnt um die politische Teilhabe eurer Mitglieder/innen zu fördern und zu stärken.

Ihr wolltet schon immer wissen wie ihr euer soziales Engagement zum Hauptberuf
machen könnt? Und wie beantragt man eigentlich erfolgreich Fördergelder?

Bei uns bekommt Ihr Informationen aus erster Hand von erfolgreichen Experten und
ehemaligen Geflüchteten.

Im Fokus des Seminars steht die Politische Partizipation. Wie Ihr diese in eurem Verein umsetzen könnt, zeigen wir euch anhand folgender Themen:

• Konzepterstellung eurer Projektideen
• mögliche Förderungen
• Vereins- und Steuerrecht
• Marketingstrategien
• Netzwerk zu erweitern und zu verstärken

Zielgruppe: Vertreter und Mitarbeiter/innen von Migrantenorganisationen sowie Gruppen und Initiativen, die sich weiterbilden möchten um ihre Vereinsstruktur nachhaltig zu stärken

Ort: Friendly Cityhotel Oktopus, Zeithstr. 110 53721 Siegburg
Datum: 08.09.2017- 10.09.2017


Kosten: Reisekosten, Verpflegung und Übernachtungskosten werden dank der Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung vollständig übernommen!

Hinweis: Die Teilnehmeranzahl ist diesmal auf nur 15 Plätze begrenzt. Meldet euch daher zeitnah an!

Hier bitte Anmelden:



Hier das Programm für das MULTIPLIKATOREN+ Seminar als PDF:
Programm-Multi+

Das erste Seminar im Rahmen des Projektes Multiplikatoren+ gefördert durch das BPB fand vom 12.05.2017 bis zum 14.05.2017 in Siegburg statt. Nachdem der Verein vorgestellt und die Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung erörtert wurde, stiegen wir direkt in das Thema „Politische Partizipation“ ein. Nach einer ausführlichen Definition des Begriffes „Politische Partizipation“ und der Kategorisierung von formeller, informeller und unkonventioneller Teilhabe hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit sich über ihre Erfahrungen und Fragen hinsichtlich politischer Partizipation auszutauschen und diese zu reflektieren. Es entstanden mehrere Kontakte und konstruktive Ideen, bspw. wie Demokratie und Transparenz innerhalb der Migrantenvereine intensiv praktiziert werden, wie aktives Zuhören und Partizipation geschult wird, wie regelmäßige Debatten über ausgewählte Themen zum Beispiel Europäische Agrar- und Handelspolitik durchzuführen sind u.v.m.  Die eingeladene Expertin Joyce M. Muvunyi (Fachpromotorin des European Network of people of African decent (ENPAD)) stellte unterschiedliche Möglichkeiten zur politischen Teilhabe vor und zeigte anhand von bewährten Methoden, welche praktischen Möglichkeiten zur politischen Partizipation der Teilnehmer/innen auf kommunaler-, Landes- und Bundesebene vorhanden sind und wie sie aktiv und nachhaltig gestaltet werden können. U. a. wurden folgende Möglichkeiten zur politischen Teilhabe besprochen: Das Recht als gewählte Vertreter/innen im Integrationsrat mitzuwirken und sich aktiv bei Bürgerinitiativen einzubringen sowie einigen wichtigen Protagonisten in der Politik bspw. Dr. Diaby dem Bundestagsabgeordneten als Beispiel zu folgen um Reformen zu erzielen etc.

Auch die beiden Experten Simone Ahrendt und Eddie Abdella bereicherten die Seminarteilnehmer/innen mit ihren persönlichen unkonventionellen Erfahrungen und möglichen Partizipations- und Vernetzungsmöglichkeiten mit den Entscheidungsträgern auf allen Ebenen.



In diesem Zusammenhang war es für uns (Migrafrica) äußerst wichtig, den Teilnehmer/innen einen „Raum“ zu bieten, wo die politische Partizipation jenseits von Integration individuell definiert und hierzu eine passende Aktion (wie Demonstration, Petition, ziviler Ungehorsam etc.) entwickelt wird, um z. B. die gewünschten Reformen hinsichtlich entwicklungspolitischen Programme der Bundesregierung zu erzielen oder die Zusammenhänge für alle Teilnehmer/innen verständlich zu erörtern, wie ungewollte Migration sowohl von der Mehrheitsgesellschaft als auch von den Afrikaner/innen langfristig betrachtet zu vermeiden ist/wäre.

Dies ist uns als Verein in vollem Umfang gelungen.



Auch das Feedback des ersten Seminares zeigte, dass alle Teilnehmer/innen mit den Inhalten und aufgezeigten praktischen Beispielen der politischen Partizipation und „Wege“ sehr zufrieden waren. Das Seminar wurde auch durch das Radio (Deutsche Welle) auf Swahili übersetzt und am 16.05.2017 in mehreren ostafrikanischen Länder ausgestrahlt (Beitrag anhören):ab 8 Min. Allerdings zeigte die Evaluierung auch, dass viele offene Fragen/Wünsche nach politischen Reformen (bspw. in der Markt-, Agrar-, Entwicklungs- und Integrationspolitik) noch unbeantwortet bleiben.

Wir bedanken uns bei der BPB für die finanzielle Unterstützung.

Auch das zweite Seminar, dass vom 07. bis 09. Juli 2017 in Bonn stattfand, war ein großer Erfolg. Unter dem Motto „Migrantenorganisationen für mehr politische Partizipation stärken“ kamen 23 Teilnehmende zusammen, diskutierten, sammelten Ideen und simulierten kommunale Projekte.

Zunächst führten, analog zum ersten Workshop, Vereinsvertreter unterschiedlicher Migrantenorganisationen aus NRW in den Begriff der politischen Partizipation ein. Joyce Muvunyi stellte anschließend als Fachpromotorin des „European Network of people of African descent“ (ENPAD) unterschiedliche Möglichkeiten zur politischen Teilhabe vor. Dabei ging sie jeweils auf konkrete Handlungsfelder auf kommunaler-, Landes- und Bundesebene ein.

Serge Palasie (Eine Welt Promotor: Flucht, Migration und Entwicklung in NRW) zeigte mit seinem Vortrag „Eine neue Anerkennungs- und Erinnerungspolitik als zentrale Voraussetzung für mehr politische Partizipation”, dass politische Ziele durch entsprechende Vorbilder einfacher zu realisieren sind.

Ein „Highlight“ war der Vortrag der Journalistin Tina Adomako, die von ihrem persönlichen Werdegang   und über ihr eigenes politisches Engagement berichtete.

Die Frage welche europäischen Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen, um die politische Arbeit und Projekte von Migrantenorganisationen zu finanzieren, besprach Abraham Nida (Gründungsmitglied von Migrafrica) mit den Teilnehmenden.

Zum Schluss ging Bibusa Washington Wißeman (CEO und Gründerin von Sensxafrica) darauf ein, wie sich soziale Arbeit bzw. soziales Unternehmertum mit politischer Partizipation verbinden lassen.

Durch die Veranstaltung konnten sich viele Teilnehmende untereinander vernetzen. Eine weitere Veranstaltung rund um das Thema der politischen Partizipation ist für den 08. bis 10. September 2017 geplant.

Den vollständigen Bericht von Herr Serge Palasie „Eine neue Anerkennungs- und Erinnerungspolitik“ finden Sie hier: LINK.